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Die Evolution von Kreaturen in Magic: Teil 2 - Das Jahr 1994

Wir befinden uns noch immer in der Anfangszeit von Magic the Gathering. Heute betrachten wir die Karten, die 1994 erstmals gedruckt wurden. 

Jedes Jahr werden wir die prägendsten Kreaturenkarten aus dieser Ära besprechen und vergleichen, wie sie sich bis zum Jahr 2024 entwickelt haben. 


Editionen, die 1994 erschienen sind: 


  • Antiquities 

  • Revised (keine neuen Karten) 

  • Foreign Black Bordered (keine neuen Karten) 

  • Legends 

  • The Dark 

  • Fallen Empires 

Lassen wir uns einige der wichtigsten und meistgespielten Kreaturen aus dem Jahr 1994 ansehen und beurteilen, wie sich ihre Spielstärke im Vergleich zu heute verändert hat: 



Das Ranking: 

In diesem Ranking bewerten wir Magic: The Gathering-Kreaturenkarten von 1 bis 5, um zu zeigen, wie wichtig sie in verschiedenen Zeiten und Decks sind. Hier sind die Bewertungen und Erklärungen: 


  • 5 Punkte - Superstar Die Karte ist allgegenwärtig und ein entscheidender Baustein in den mächtigsten Decks ihrer Ära. Selbst wenn man sie nicht selbst spielt, erfordert sie eine strategische Überlegung, um nicht gegen diese Kreatur zu verlieren.

  • 4 Punkte - Schlüsselkarte Eine Karte, die in ihrer Zeit prägend für wichtige Decks war und ein unverzichtbarer Bestandteil von grundlegenden Deckstrategien ist 

  • 3 Punkte - Solide Wahl Eine relevante Turnierkarte, die es in mindestens ein bedeutendes Deck geschafft hat oder eine wichtige Sideboard Strategie unterstützt. 

  • 2 - Seltener Gast Normalerweise sind diese Kreaturen nicht Bestandteil von Turnierdecks, jedoch können sie in seltenen Ausnahmefällen Verwendung finden. 

  • 1 - Außenseiter Die Karte spielt (heutzutage) keine Rolle mehr und wird praktisch nicht mehr gespielt.

Order of Leitbur 

Order of Leitbur

  • Powerlevel 1994 (3.5/5.0): Die Order of Leitbur war eine 2/1-Kreatur mit Schutz vor Schwarz. Diese Eigenschaft machte sie zu einer starken Wahl gegen schwarze Decks. Die Order of Leitbur war ein wichtiger Bestandteil des beliebten "White Winnie"-Decks, einem Mono-Weißen Deck, das mit vielen kleinen Kreaturen und der Schlüsselkarte "Kreuzzug" möglichst schnell gewinnen wollte. 


  • Powerlevel 2024 (1.0/5.0): Die Order of Leitbur wird heute in keinem modernen Turnierformat mehr eingesetzt. Es gibt viele Karten, die für 2 Mana ein besseres Power/Toughness-Verhältnis bieten, und Schutz vor Schwarz ist in den aktuellen Formaten weniger relevant. 

 

Sanctifier en-Vec
Heute bekommt man Schutz vor Schwarz & Rot!

 

 Time Elemental 


Time Elemental

  • Powerlevel 1994 (3.0/5.0): Time Elemental war Teil eines der frühen Kombo-Decks in der Geschichte von Magic. Zusammen mit den Karten "Stasis" und "Kismet" konnte man seinen Gegner in eine unbesiegbaren "Lock" zwingen. Stasis sorgte dafür, dass Permanents nicht mehr enttappten, und durch Kismet kamen die Karten des Gegners getappt ins Spiel. Nutzte man nun die Fähigkeit von Time Elemental, konnte man Stasis auf die Hand zurückgeben und seine Karten enttappen. Im nächsten Zug spielte man Stasis erneut aus, und der Zyklus begann von vorne. Stasis-Decks sind wahrscheinlich eines der langweiligsten Decks in der Geschichte von Magic. Fazit “Kein Spaß mit Stasis”. 


  • Powerlevel 2024 (1.0/5.0): Zum Glück gibt es heute bessere Combo-Decks, die mehr Spaß machen. Bounce-Effekte wie die von Time Elemental gibt es heutzutage in Hülle und Fülle in Magic, und viele davon sind deutlich effizienter als der Effekt des Klassikers. Time Elemental spielt heute keine Rolle mehr. 

 


Stasis
Stasis-Kombo anno 1994 Part 1
Kismet
Stasis Kombo anno 1994 Part 2

 Order of the Ebon Hand


Order of the Ebon Hand

 

  • Powerlevel 1994 (3.5/5.0): Wie schon bei Order of Leitbur wurde auch das Pedant Order of the Ebon Hand in Beatdowndecks seiner Zeit gerne gespielt. Durch Schutz vor weiß war die Karte auch vor dem besten Removal seiner Zeit “Swords to Plowshares” geschützt. Insbesondere in Mono-Black-Decks waren 4 Order of the Ebon Hand keine Seltenheit. 


  • Powerlevel 2024 (1.0/5.0): Order of the Ebon Hand ist in modernen Turnierformaten nicht mehr präsent. Ähnlich wie bei Order of Leitbur gibt es viele Karten, die für 2 Mana ein besseres Power/Toughness-Verhältnis bieten und zudem über stärkere Fähigkeiten verfügen.  

Dauthi Vodwalker
Gleiche Kosten aber bessere Effekte

Ball Lightning 

Ball Ligthning

  • Powerlevel 1994 (4.5/5.0): Powerlevel 1994 (4.5/5.0): Ball Lightning war eine der besten aggressiven Kreaturen und viele Jahre lang in Mono-Rot "Sligh Decks" allgegenwärtig. Diese Decks bestanden aus schnellen Kreaturen sowie direkten Schadenszaubern wie z.B. Lightning Bolt, die heute noch in fast jedem Format zu finden sind. Kugelblitzähnliche Karten wurden seit 1994 immer wieder gedruckt, und Ball Lightning ist seither eine der ikonischen roten Magic-Karten. 


  • Powerlevel 2024 (2.0/5.0): Ball Lightning wird nur noch sehr selten in Turnierdecks gespielt, aber ab- und zu taucht er noch als Überraschung in Decks auf. 

Hell´s Thunder
Ball Lightnung - oft kopiert, nie erreicht.

 

Whirling Dervish 



Whirling Dervish



  • Powerlevel 1994 (3.5/5.0): Whirling Dervish ist eine 1/1-Kreatur mit Schutz vor Schwarz der mit der Zeit stärker wird. Die Karte wurde in praktisch jedem grünen Deck zumindest im Sideboard gespielt, da sie die eine der besten Kreaturen gegen schwarze Decks im Spiel war.  


  • Powerlevel 2024 (1/5.0): Whirling Dervish wird aktuell nicht mehr gespielt. 2 Mana 1/1 ist einfach nicht gut genug. 

 

Questing Druid
Moderne Karte mit +1/+1 Marker

Su-Chi 

Su-Chi

  • Powerlevel 1994 (4.0/5.0): Su-Chi war eine farblose Artefakt-Kreatur, die für 4 Mana einen soliden 4/4 Körper bot. Diese Karte war vielseitig einsetzbar und konnte weder von Terror noch von Lightning Bolt zerstört werden, weshalb sie in vielen Decks gespielt wurde. Ein Nachteil der Karte war, dass damals noch die Manaburn-Regel galt, wodurch unverbrauchtes Mana Schaden verursachte. 


  • Powerlevel 2024 (2.0/5.0): Su-Chi taucht vereinzelt in Commander Decks auf, jedoch weniger als Angreifer, sondern hauptsächlich, um den Effekt auszunutzen, dass man 4 Mana erhält, wenn die Karte stirbt. In modernen Turnierformaten spielt Su-Chi keine relevante Rolle mehr. 

Thought-Knot Seer
Eine der besten farblosen Kreaturen heute

 Nicol Bolas 


 

Nicol Bolas

  • Powerlevel 1994 (3.0/5.0): Nicol Bolas ist eine äußerst mächtige Kreatur und gleichzeitig eine der ikonischsten Figuren im Magic-Universum. Als Elder Dragon Legend war er eine der mächtigsten seiner Art und etablierte sich später als Oberbösewicht im Magic-Multiversum. Mit Manakosten von 8 war er zwar schwer zu spielen, aber einige Spieler wagten den Versuch. Insbesondere in Verbindung mit der Karte "Animate Dead" konnte man die Hand des Gegners zerstören und den Drachen über den "Umweg" Friedhof günstig ins Spiel bringen. 


Animate Dead
1994 viel gespielt zusammen mit Nicol Bolas

  • Powerlevel 2024 (2.0/5.0): Trotz seiner legendären Stärke sieht man Nicol Bolas heutzutage nur noch selten in aktuellen Decks. In blau/rot/schwarzen Commander-Decks tritt Nicol Bolas gelegentlich als Commander oder in Decklisten auf, aber seine Verwendung ist insgesamt stark zurückgegangen. 

 

Nicol Bolas, Dragon-God
Nicol Bolas wurde zum Planeswalker


Der Autor

Bernhard Breit ist eine bekannte Persönlichkeit in der deutschen Sammelkartenspielszene. Er begann seine Magic-Reise in den 90er Jahren, als er seine ersten Booster-Packs kaufte und 1998 mit dem Set Exodus zu Spielen begann. In den folgenden Jahren nahm er leidenschaftlich an Turnieren in Süddeutschland und Österreich teil und besuchte auch Grand Prix-Veranstaltungen in ganz Europa, was ihn zu einem bekannten Gesicht in der deutschen Magic Szene machte.


2009 gründete er BB-Spiele, eines der größten Unternehmen für Sammelkartenspiele in Deutschland. Ihr Geschäft in Rosenheim erstreckt sich über 400 Quadratmeter und begrüßte in den letzten 12 Monaten mehr als 7500 Turnierspieler, die verschiedene Sammelkartenspiele wie Magic: The Gathering, Pokémon, Yu-Gi-Oh! und Lorcana spielen.










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